Nach Rückmeldung der FN ist es das erste Mal, dass Menschen mit Einschränkung dieses Ausbildungsangebot absolvieren.
Lernen rund um Pflege, Haltung und Sicherheit
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht nicht das Reiten, sondern der verantwortungsvolle und sichere Umgang mit Pferden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten über mehrere Wochen sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Abläufe kennen – von der artgerechten Haltung und Fütterung bis hin zum sicheren Führen der Tiere.
Dabei erwarben sie Wissen über das Verhalten und die Bedürfnisse von Pferden ebenso wie praktische Fertigkeiten im täglichen Umgang. Themen wie Pflege, Sicherheitsaspekte und Versorgung der Tiere gehörten ebenso zur Ausbildung wie Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit.
Reittherapie mit langer Tradition
Die Reittherapie hat in Gangelt bereits seit mehr als 25 Jahren einen festen Platz. Heute leben dort zwölf Pferde, die sorgfältig nach ihrem ruhigen und ausgeglichenen Charakter ausgewählt werden. Sie begleiten die therapeutische und pädagogische Arbeit der Einrichtung seit vielen Jahren.
Für die acht Teilnehmenden bedeutet der Pferdeführerschein eine besondere Möglichkeit zur beruflichen Qualifizierung und persönlichen Weiterentwicklung. Neben fachlichem Wissen werden auch Ausdauer, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen gestärkt. „Es geht darum, die Ausbildungsinhalte zu erlernen, Konzentration und Ausdauer zu stärken. Ganz nebenbei hat sich bei den Übungen auch die Dynamik in der Gruppe positiv entwickelt“, so Claudia Engels, Ergo- und Reittherapeutin sowie Leitung der Reittherapie der Alexianer ViaNobis Chancengeber.
Gemeinschaft und persönliche Entwicklung
Die Begeisterung für Pferde verbindet die Gruppe spürbar. Mit großem Engagement bereiteten sich alle auf die Abschlussprüfung vor. Besonders die praktischen Übungen fördern den Zusammenhalt und schaffen gemeinsame Erfolgserlebnisse.
Die Ausbildung zeigt eindrucksvoll, wie inklusive Bildungsangebote Menschen stärken und neue Perspektiven eröffnen können.
„Ein solches Projekt ist nur mit vielen helfenden Händen möglich“, sagt Claudia Engels am Tag der Prüfung strahlend, nachdem alle acht Teilnehmenden den Pferdeführerschein bestanden haben. „Besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Durchführung des Pferdeführerscheins ermöglicht und begleitet haben.“